FAQ

Welche Energieträger sind vom EEffG erfasst?

Alle handelsüblichen Energieformen, sofern sie von Endverbrauchern für energetische Zwecke eingesetzt werden – das sind

  • feste, flüssige und gasförmige Brennstoffe fossilen und biogenen Ursprungs einschließlich Abfälle
  • Elektrizität, Wärme und Kälte, sofern sie leitungsgebunden übertragen werden.

Was zählt laut Gesetz als Energieeffizienzmaßnahme?

Maßnahmenfelder für Energieeffizienz werden im Anhang I zum Gesetz aufgelistet. Sie umfassen beispielsweise Wärmedämmungen, Optimierungen von Druckluftsystemen, die Einbindung von erneuerbaren Energien, Umsetzung von Maßnahmen zur Senkung des Kühlbedarfs, Einbau von Kesseln mit hohem Wirkungsgrad, Abwärmenutzung, aber auch intelligente Verbrauchsmesssysteme, Einsatz verbrauchsarmer Fahrzeuge oder Elektromobilität etc. Der Umfang der Anrechnung wird mit dem Methodendokument des Wirtschaftsministeriums festgelegt.

Was besagt das Energieeffizienzgesetz?

Mit 01.01.2015 trat das Bundes-Energieeffizienzgesetz (EEffG) in Kraft. Ziel des Gesetzes ist die Effizienz der Energienutzung durch Unternehmen und Haushalte in Österreich bundesweit einheitlich und kosteneffizient zu steigern.

Wer ist verpflichtet?

Verpflichtet werden

  • die großen energieverbrauchenden Unternehmen
  • die Energielieferanten und
  • der Bund

Kann ich meine Einsparung weiterverkaufen? Wie oft kann ich diese Einsparung weitergeben? Wie können Maßnahmen weitergegeben werden?

Das Gesetz sieht gemäß § 27 (4) Regelungen dafür vor. Maßnahmen, welche über technische und rechtliche Mindestanforderungen hinausgehen, sind anrechenbar und können an verpflichtete Dritte weitergegeben werden. Die dreimalige Weitergabe von gesetzten Maßnahmen in einem Kalenderjahr ist bis 14. Februar des Folgejahres zulässig und bedarf einer schriftlichen Vereinbarung gemäß Zivilrecht und einer Dokumentation auf dem Maßnahmennachweis. Die Weitergabe gesetzter Maßnahmen an gesetzlich Verpflichtete auf Basis eines Förderanreizes bedarf der Zustimmung der Förderstelle. Durch den Bund geförderte strategische Maßnahmen dürfen nicht übertragen werden. Maßnahmen, die aus der Wohnbauförderung, der Umweltförderung oder dem Programm für die thermische Sanierung (Sanierungsscheck) kogefördert werden, dürfen keinesfalls übertragen oder angerechnet werden. Die Liste der für die öffentliche Hand reservierten Förderprogramme kann ergänzt werden. Doppelerfassungen und Doppelzurechnungen sind unzulässig.

Was ist die Energieeffizienz-Monitoringstelle?

Die Monitoringstelle (Österreichische Energieagentur) ist die zentrale Einrichtung für Monitoring und Berichterstattung zum Thema Energieeffizienz in Österreich.

Sie steht Unternehmen, die vom Energieeffizienzgesetz betroffen sind,
 als Ansprechpartnerin zur Verfügung.

 

Nähere Informationen siehe www.monitoringstelle.at